Anleitung · Make.com · Google Forms + Google Sheets + Slack

Google Forms mit Slack verbinden: Jede neue Antwort als Slack-Nachricht (Make.com, kostenlos)

Erhalten Sie für jede neue Antwort in Ihrem Google-Formular eine übersichtliche Slack-Nachricht – mit einem Make.com-Szenario, ganz ohne Code. Hier erfahren Sie, wie Sie es einrichten, testen und im kostenlosen Plan Ihren Verbrauch im Rahmen halten.

Von Flowpaja · Veröffentlicht am

Diese Anleitung gibt es auch auf: English · Deutsch · Español · Français

Workflow von Google Formular über Google Sheets zu HubSpot und Slack (Lead Router)
Das gleiche Prinzip: Antworttabelle beobachten, Antworten zuordnen, in Slack posten.
Zu dieser Anleitung: Sie richten alles selbst mit Ihren eigenen Konten bei Google, Slack und Make.com ein. Tarifgrenzen und Menüs ändern sich immer wieder – prüfen Sie daher die aktuellen Preise und Verbindungsdialoge bei Make.

Das Problem

Sie haben ein Google-Formular für Kundenanfragen, Terminbuchungen, Feedback oder Bewerbungen erstellt, und es funktioniert. Nur: Die Antworten sieht niemand. Google Forms kann Sie zwar per E-Mail benachrichtigen, aber diese Mails gehen im Posteingang schnell unter. Wenn Sie und Ihr Team ohnehin in Slack arbeiten, ist eine Nachricht im passenden Channel bei jeder neuen Einsendung deutlich praktischer.

Diese Anleitung zeigt Ihnen, wie Sie das mit Make.com (früher Integromat) im kostenlosen Plan umsetzen. Programmierkenntnisse brauchen Sie dafür nicht. Sobald alles läuft, erscheint jede neue Antwort als kurze, gut lesbare Nachricht in Slack – mit genau den Angaben, die Sie auswählen.

Das brauchen Sie

  • Ein Google-Konto, dem das Formular gehört oder das es bearbeiten darf.
  • Ein Google-Formular, das mit einer Google-Tabelle verknüpft ist. Öffnen Sie im Formular den Tab Antworten und klicken Sie auf die Option zum Verknüpfen mit Google Sheets (in der deutschen Oberfläche „Google Tabellen“). Google legt dann eine Tabelle an, deren Tabellenblatt meist Formularantworten 1 heißt (in englischsprachigen Konten Form Responses 1).
  • Einen Slack-Workspace, in dem Sie Apps hinzufügen dürfen. In manchen Firmen-Workspaces muss das ein Admin freigeben.
  • Ein kostenloses Make.com-Konto. Registrieren können Sie sich unter make.com.
  • Mindestens eine Testantwort. Füllen Sie Ihr Formular einmal selbst aus, damit die Tabelle Daten enthält.

Zum kostenlosen Plan: Der Free-Plan von Make enthält ein monatliches Kontingent an Operations (Make nennt sie inzwischen „Credits“) und begrenzt, wie oft Szenarien laufen dürfen. Das kürzeste Intervall im Free-Plan liegt meist bei 15 Minuten. Diese Grenzen ändern sich gelegentlich – die aktuellen Zahlen finden Sie auf der Preisseite von Make.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1: Neues Szenario anlegen

Melden Sie sich bei Make an und klicken Sie auf Create a new scenario. „Szenario“ ist bei Make der Begriff für eine Automatisierung. Sie sehen nun eine leere Arbeitsfläche mit einem großen Plus-Button in der Mitte.

Schritt 2: Google-Sheets-Trigger hinzufügen

Sie könnten nach einem Google-Forms-Modul suchen – zuverlässiger ist es aber, die Tabelle zu beobachten, in die Ihr Formular schreibt. Jede Antwort landet dort als neue Zeile. Eine neue Zeile bedeutet also eine neue Antwort.

  1. Klicken Sie auf den Plus-Button und suchen Sie nach Google Sheets.
  2. Wählen Sie den Trigger Watch New Rows.
  3. Klicken Sie auf Create a connection (oder Add), melden Sie sich mit Ihrem Google-Konto an und erlauben Sie den Zugriff. Verwenden Sie dasselbe Konto, dem die Antworttabelle gehört.
  4. Füllen Sie die Einstellungen aus:
    • Search Method / Spreadsheet: Wählen Sie Ihre Antworttabelle aus der Liste.
    • Sheet Name: Wählen Sie das Tabellenblatt mit den Antworten, meist Formularantworten 1.
    • Table contains headers: Auf Yes stellen. In Zeile 1 stehen Ihre Fragen, und Make verwendet sie als Feldnamen.
    • Row with headers: Den Standardwert (A1:Z1) beibehalten, es sei denn, Ihr Formular hat mehr als 26 Fragen.
    • Limit: Wie viele Zeilen pro Durchlauf verarbeitet werden. 10 ist ein sinnvoller Wert.
  5. Klicken Sie auf OK. Make fragt nun, ab wann gestartet werden soll. Wählen Sie From now on, wenn Sie nur künftige Antworten erhalten möchten. Wenn Sie mit Ihrer bisherigen Testeinsendung testen wollen, wählen Sie eine Option, die vorhandene Zeilen einschließt. Aber Vorsicht: Dann wird jede alte Zeile gepostet.

Schritt 3: Slack-Modul „Create a Message“ hinzufügen

  1. Fahren Sie mit der Maus über die rechte Seite des Google-Sheets-Moduls und klicken Sie auf das kleine Plus, um ein weiteres Modul hinzuzufügen.
  2. Suchen Sie nach Slack und wählen Sie Create a Message.
  3. Legen Sie eine Slack-Verbindung an. Make bittet Sie, den Zugriff in Slack zu bestätigen. Je nach Verbindungstyp kommen die Nachrichten dann von Ihnen selbst oder von einem Make-Bot.
  4. Wählen Sie den Channel. Meist können Sie ihn aus einer Liste auswählen oder eine Channel-ID eingeben. Starten Sie am besten mit einem öffentlichen Channel wie #formularantworten.

Schritt 4: Formularfelder in die Nachricht einfügen

In diesem Schritt legen Sie fest, was in Ihrer Slack-Nachricht steht. Klicken Sie in das Feld Text. Es öffnet sich ein Panel mit den Daten aus dem Google-Sheets-Modul; jeder Eintrag entspricht einer Spalte Ihres Formulars (Zeitstempel, Name, E-Mail usw.).

Schreiben Sie Ihre Nachricht und klicken Sie die Felder an, um sie an der gewünschten Stelle einzufügen. Zum Beispiel:

*Neue Formularantwort* :inbox_tray:
*Name:* [Name]
*E-Mail:* [E-Mail]
*Gewünschte Leistung:* [Für welche Leistung interessieren Sie sich?]
*Eingegangen:* [Zeitstempel]

In Make ist jeder Eintrag in eckigen Klammern ein anklickbarer Feld-Baustein, den Sie aus dem Panel einfügen – kein getippter Text. Slack verwendet einfache Sternchen für Fettdruck, und mit der Eingabetaste fügen Sie im Textfeld einen Zeilenumbruch ein.

Der Zeitstempel erscheint so, wie er in Ihrer Tabelle formatiert ist. Steht das Gebietsschema der Tabelle auf Deutschland (Datei › Einstellungen), sieht er zum Beispiel so aus: 26.09.2026 14:35:12.

Tipp: Zeigt das Panel Spaltenbuchstaben (A, B, C) statt Ihrer Fragen oder gar keine Felder an, lassen Sie den Trigger einmal laufen (siehe Schritt 5). Make lernt die Datenstruktur aus einem echten Durchlauf.

Schritt 5: Szenario testen

  1. Klicken Sie auf Save (das Disketten-Symbol unten).
  2. Schicken Sie eine neue Testantwort über Ihr Google-Formular ab.
  3. Klicken Sie in Make auf Run once.
  4. Beobachten Sie die Module. Über jedem Modul, das gelaufen ist, erscheint eine kleine Blase mit einer Zahl. Klicken Sie darauf, um genau zu sehen, welche Daten hinein- und wieder herausgegangen sind.
  5. Prüfen Sie Ihren Slack-Channel. Die Nachricht sollte dort angekommen sein.

Wenn nichts passiert, sehen Sie sich zuerst die Fehlerliste unten an, bevor Sie etwas ändern.

Schritt 6: Zeitplan festlegen und Szenario aktivieren

  1. Klicken Sie auf das Uhr-Symbol am Google-Sheets-Trigger oder öffnen Sie die Zeitplan-Einstellungen unten im Editor.
  2. Wählen Sie At regular intervals und legen Sie den Abstand zwischen den Durchläufen fest.
  3. Aktivieren Sie das Szenario mit dem Schalter unten links und speichern Sie.

Wählen Sie das Intervall mit Blick auf den Free-Plan. Ein abfragender Trigger (Polling) wie Watch New Rows verbraucht in der Regel bei jeder Prüfung eine Operation – auch dann, wenn keine neuen Zeilen da sind. Bei einer Prüfung alle 15 Minuten kommen so 96 Abfragen pro Tag und knapp 3.000 im Monat zusammen, was das kostenlose Kontingent übersteigen kann. Für die meisten Selbstständigen und kleinen Teams ist eine Prüfung alle ein bis zwei Stunden ein guter Mittelweg. Behalten Sie in der ersten Woche Ihren Verbrauch im Auge und passen Sie das Intervall bei Bedarf an.

Häufige Fehler und Lösungen

1. Verbindung abgelaufen oder invalid_grant

  • Symptom: Das Szenario stoppt, und im Log ist von einer ungültigen, abgelaufenen oder widerrufenen Verbindung die Rede.
  • Ursache: Sie haben Ihr Google-Passwort geändert, den Zugriff von Make in den Sicherheitseinstellungen Ihres Google-Kontos entfernt, oder die Autorisierung ist abgelaufen. Auch Slack-Verbindungen können abreißen, wenn eine App aus dem Workspace entfernt wird.
  • Lösung: Öffnen Sie im linken Menü von Make Connections, suchen Sie die fehlerhafte Verbindung und autorisieren Sie sie über Reauthorize neu. Melden Sie sich erneut an und lassen Sie das Szenario einmal laufen, um zu prüfen, ob alles funktioniert.

2. Keine neuen Zeilen gefunden (Szenario läuft, aber nichts passiert)

  • Symptom: Das Szenario läuft erfolgreich durch, verarbeitet aber nichts.
  • Ursache: Der Trigger merkt sich die zuletzt gesehene Zeile. Haben Sie From now on gewählt und seitdem hat niemand das Formular abgeschickt, gibt es nichts Neues. Das kann auch passieren, nachdem Sie Zeilen aus der Tabelle gelöscht haben, weil der Zeilenzähler von Make dann nicht mehr stimmt.
  • Lösung: Schicken Sie eine neue Testantwort ab und starten Sie das Szenario erneut. Zum Zurücksetzen klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Trigger-Modul und wählen die Option, mit der Sie den Startpunkt neu festlegen (Choose where to start). Löschen oder sortieren Sie niemals Zeilen im Antwort-Tabellenblatt. Wenn Sie eine aufgeräumte Ansicht möchten, legen Sie eine Kopie in einem separaten Tabellenblatt an.

3. Falsche Tabelle oder falsches Tabellenblatt

  • Symptom: Die Nachrichten zeigen alte Daten, leere Felder oder Daten aus einem anderen Formular.
  • Ursache: Wenn Sie die Verknüpfung eines Formulars aufheben und neu herstellen, legt Google oft ein neues Tabellenblatt (Formularantworten 2) oder eine ganz neue Tabelle an. Make beobachtet aber weiterhin die alte.
  • Lösung: Prüfen Sie im Tab Antworten Ihres Google-Formulars, mit welcher Tabelle es verknüpft ist. Öffnen Sie den Trigger in Make und passen Sie Spreadsheet und Sheet Name entsprechend an. Lassen Sie das Szenario einmal laufen, damit die Felder aktualisiert werden, und prüfen Sie dann die Zuordnung im Slack-Modul.

4. Slack-Fehler channel_not_found oder not_in_channel

  • Symptom: Das Slack-Modul bricht mit einem dieser Fehler ab.
  • Ursache: Der Channel ist privat und die Make-App bzw. der Bot ist dort kein Mitglied, der Channel wurde umbenannt oder archiviert, oder Sie haben Make mit einem anderen Slack-Workspace verbunden.
  • Lösung: Laden Sie die Make-App in den Slack-Channel ein (tippen Sie /invite und wählen Sie die App aus). Oder posten Sie stattdessen in einen öffentlichen Channel. Wurde der Channel umbenannt oder neu angelegt, wählen Sie ihn im Modul erneut aus.

5. Doppelte Nachrichten

  • Symptom: Dieselbe Antwort wird zweimal oder öfter gepostet.
  • Ursache: Zwei aktive Szenarien beobachten dieselbe Tabelle (passiert schnell, wenn Sie beim Testen eines geklont haben), Sie haben den Startpunkt so zurückgesetzt, dass alte Zeilen eingeschlossen sind, oder jemand hat Zeilen im Antwort-Tabellenblatt sortiert oder verschoben.
  • Lösung: Deaktivieren Sie in Ihrer Liste unter Scenarios alle überzähligen Kopien. Ändern Sie die Reihenfolge der Zeilen im Antwort-Tabellenblatt nicht. Wenn Sie den Trigger zurücksetzen müssen, wählen Sie From now on.

6. Leere Felder in der Slack-Nachricht

  • Symptom: Die Nachricht kommt an, aber einige Antworten fehlen.
  • Ursache: Sie haben eine Frage im Formular umbenannt oder hinzugefügt. Dadurch hat sich die Spaltenüberschrift geändert, und die alte Zuordnung läuft ins Leere.
  • Lösung: Lassen Sie das Szenario einmal laufen, damit Make die neuen Überschriften übernimmt. Öffnen Sie dann das Slack-Modul und ordnen Sie das Feld neu zu.

Fazit

Die Einrichtung dauert etwa 20 Minuten – danach gehen Formularantworten nicht mehr im Posteingang verloren. Verknüpfen Sie Ihr Formular mit einer Tabelle, lassen Sie Make diese Tabelle auf neue Zeilen prüfen und schicken Sie eine übersichtlich formatierte Slack-Nachricht. Testen Sie das Ganze einmal mit einer echten Einsendung, wählen Sie einen Zeitplan, der zum Free-Plan passt, und sortieren oder löschen Sie keine Zeilen im Antwort-Tabellenblatt. Wenn etwas nicht funktioniert, liegt es fast immer an einem der oben genannten Fehler – und die Blasen über den Modulen zeigen Ihnen meist, an welcher Stelle es hakt.

Häufige Fragen (FAQ)

Muss ich Google Sheets verwenden? Gibt es kein Google-Forms-Modul?
Make bietet zwar Google-Forms-Module an, doch auch diese arbeiten mit der verknüpften Antworttabelle. Die Tabelle direkt zu beobachten ist einfacher, lässt sich bei Problemen leichter reparieren und ist das Setup, das diese Anleitung verwendet.
Wie schnell kommen die Nachrichten an?
Das hängt von Ihrem Zeitplan ab. Bei stündlicher Prüfung kann es bis zu einer Stunde dauern, bis eine Antwort in Slack erscheint. Wenn Sie nahezu sofort benachrichtigt werden möchten, brauchen Sie ein kürzeres Intervall. Das verbraucht mehr von Ihrem Kontingent und erfordert unter Umständen einen kostenpflichtigen Tarif.
Kann ich Einsendungen abhängig von einer Antwort an verschiedene Channels schicken?
Ja. Fügen Sie zwischen den beiden Modulen einen Router ein und legen Sie auf jeder Route einen Filter fest, zum Beispiel Leistung = Design. Jede Route bekommt ihr eigenes Slack-Modul, das in einen anderen Channel postet. Jedes zusätzliche Modul, das ausgeführt wird, verbraucht weitere Operations.
Was ist mit Datei-Uploads in meinem Formular?
Bei Fragen mit Datei-Upload werden die Dateien in Google Drive gespeichert, und in der Tabelle steht ein Link. Fügen Sie diese Spalte in Ihre Nachricht ein, dann enthält der Slack-Post einen anklickbaren Link zur Datei. Wer darauf klickt, braucht in Google Drive die Berechtigung, die Datei anzusehen.

Fertige Vorlage nutzen – oder Hilfe bei der Fehlersuche

Das Template Lead Router (auf Englisch, 19 US-Dollar) ist die fertige Lösung für Formular-Leads, die an HubSpot und Slack gehen sollen. Wenn Ihr Make-Szenario bereits nicht mehr funktioniert, hilft Ihnen unser Service auf Fiverr (auf Englisch) bei Reparatur und Fehlersuche.

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Diese Anleitung wurde mit Hilfe von KI übersetzt und auf fachliche Richtigkeit geprüft.